IM GESPRÄCH MIT ALEXANDER OTTO
Alexander Otto ist ein Hamburger Unternehmer und Mäzen, der sich mit seiner nach ihm benannten Sportstiftung für die Sportstadt Hamburg und eine Olympiabewerbung engagiert. Wir konnten ihn zu seiner Initiative interviewen.
Was hat Sie persönlich dazu bewegt, sich für die Olympiabewerbung Hamburgs zu engagieren?
Die Olympischen und Paralympischen Spiele begleiten mich seit meiner Kindheit. Ich habe sie in London und Paris live erlebt und gespürt, welche verbindende Kraft sie haben. Schon lange wünsche ich mir Olympia in Hamburg. Jetzt gibt es diese Chance – und ihre Umsetzung gelingt nur mit breiter Unterstützung aus der Gesellschaft. Mit der Olympia-Initiative möchte ich meinen Beitrag leisten und möglichst viele Menschen dafür gewinnen, beim Referendum am 31. Mai 2026 für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg zu stimmen.
Welche Chancen sehen Sie für Hamburg – wirtschaftlich und gesellschaftlich?
Olympische Spiele haben Städte nachhaltig geprägt, etwa München 1972 oder Barcelona 1992. Dieses Potenzial sehe ich auch für Hamburg: Die Spiele können Entwicklungen anstoßen und beschleunigen, die sonst erst in Jahrzehnten realisierbar wären. Olympia kann ein Motor für eine lebenswertere, inklusivere Stadt sein. Sport- und Bewegungsangebote könnten deutlich ausgebaut werden. Vor allem aber wäre Olympia eine Vision, die uns als Gesellschaft wieder näher zusammenbringt.
Was sagen Sie zu den Themen Kosten und Nachhaltigkeit?
Hamburg hat den Vorteil, keine neuen Sportstätten errichten zu müssen. Bestehende Anlagen würden ausgebaut und modernisiert. Wir haben kurze Wege, eine gute ÖPNV-Anbindung und ein kompaktes Konzept. Das spart Kosten und schont Ressourcen. Das Olympische Dorf wäre integraler Bestandteil der ohnehin geplanten Science City in Bahrenfeld – also ein nachhaltiger Gewinn über die Spiele hinaus.
Wie begegnen Sie Unternehmerinnen und Unternehmern, die noch unentschlossen sind?
Die Hamburger Wirtschaft steht laut einer Umfrage zu 80 % hinter der Bewerbung. Viele Unternehmen möchten ihre Mitarbeitenden mitnehmen, informieren und für die Idee begeistern. Genau hier setzen wir an: Unsere Initiative unterstützt zum Beispiel, indem wir fachkundige Referentinnen und Referenten vermitteln, die Fragen beantworten und das Konzept erläutern.
Was planen Sie mit Ihrer Sportstiftung konkret?
Mit dem Wettbewerb „104 Projekte für 104 Stadtteile“ fördern wir Sportvereine und Schulen in ganz Hamburg – mit bis zu 20.000 € pro Projekt. Insgesamt stehen dank zahlreicher Unternehmensspenden 1.000.000 € zur Verfügung. Ziel ist es, den Sport vor Ort nachhaltig zu stärken. Mit der Förderung ist lediglich das Commitment verbunden, Hamburgs Olympiabewerbung zu unterstützen. Die Bewerbungsunterlagen sind zu finden unter alexander-otto-sportstiftung.de. Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Vereine und Schulen diese Chance nutzen und wir gemeinsam den Sport in allen Hamburger Stadtteilen stärken.
Wir bedanken uns herzlich bei Alexander Otto für das offene und inspirierende Gespräch. Als Unternehmerinnen und Unternehmer stehen wir hinter Hamburgs Bewerbung als Sportstadt für die Olympischen Spiele. Eine solche Vision ist mehr als ein Event. Sie ist eine gemeinsame Legacy für die Hamburgerinnen und Hamburger und für kommende Generationen.